
Universitäten in Österreich 2026: Liste, Ranking und Tipps
Wer in Österreich studieren möchte, steht vor einer ganzen Reihe von Möglichkeiten – und damit auch vor einer Frage: Staatliche Uni, private Hochschule oder Fachhochschule – die Antwort hängt nicht nur vom Fach ab, sondern auch davon, ob man Wert auf breite Forschungsausrichtung oder spezialisierte Betreuung legt. Eine offizielle Übersicht des Bundesministeriums listet derzeit 22 staatliche Universitäten und 17 private Einrichtungen.
Staatliche Universitäten: 22 ·
Privatuniversitäten: 17 ·
Privathochschulen: 2 ·
Größte Universität: Universität Wien
Kurzüberblick
- 22 Einrichtungen nach Universitätsgesetz 2002 (RIS – Bundesrecht)
- Keine Studiengebühren für EU-Bürger (oesterreich.gv.at – Studiengebühren)
- 17 akkreditierte Einrichtungen (BMFWF – Privatuniversitäten-Liste)
- Studiengebührenpflichtig, oft spezialisiert (BMFWF – Privatuniversitäten-Liste)
- Drei Einrichtungen (Wien, Graz, Innsbruck) (Wikipedia – Medizinische Universitäten)
- Strenge Zulassungsbeschränkungen (MedAT – Aufnahmetest)
- Spezialisiert auf kreative Fächer (Wikipedia – Kunstuniversitäten)
- Aufnahmeprüfungen erforderlich (Wikipedia – Aufnahmeverfahren)
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen zusammen:
| Kategorie | Anzahl | Beispiele |
|---|---|---|
| Staatliche Universitäten | 22 | Universität Wien, TU Wien, Universität Innsbruck, Universität Graz |
| Privatuniversitäten | 17 | Anton Bruckner Privatuniversität, CEU, Paracelsus Medizinische Privatuniversität |
| Privathochschulen | 2 | Spezialisierte private Anbieter |
| Älteste Universität | 1 | Universität Wien (gegründet 1365) |
| Größte Universität | 1 | Universität Wien (ca. 89.000 Studierende) |
Welche Universitäten gibt es in Österreich?
Wie viele Universitäten gibt es insgesamt?
Österreichs Hochschullandschaft umfasst nach der aktuellen Zusammenstellung von Wikipedia insgesamt 22 staatliche Universitäten, 17 Privatuniversitäten und 2 Privathochschulen. Die staatlichen Einrichtungen werden durch das Universitätsgesetz 2002 geregelt, während Privatuniversitäten dem Privatuniversitätengesetz unterliegen. Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen werden in eigenen Listen geführt.
Der UnterschiedStaatliche Universitäten finanzieren sich über Steuermittel und erheben für EU-Bürger keine Studiengebühren. Private Universitäten müssen Studiengebühren verlangen – dafür bieten sie oft kleinere Gruppen und spezialisierte Programme.
Übersicht nach Bundesländern
Die Universitäten verteilen sich über alle neun Bundesländer. Die höchste Dichte findet sich in Wien mit sieben staatlichen Universitäten, darunter die Universität Wien, die TU Wien und die Wirtschaftsuniversität Wien (UNI.at – uniRank Übersicht 2023). Graz beherbergt ebenfalls mehrere Einrichtungen – die Karl-Franzens-Universität und die TU Graz. Innsbruck, Salzburg, Linz, Klagenfurt und Leoben sind weitere Standorte.
Das bedeutet: Studierende müssen nicht zwingend nach Wien ziehen. Die Auswahl an Studienorten deckt nahezu jede Region ab.
Welche ist die beste Uni in Österreich?
Rankings im Vergleich (QS, THE, Study.eu)
Die Frage nach der „besten“ Universität hängt stark vom gewählten Ranking ab. Die wichtigsten Indikatoren: Reputation, Forschungspublikationen, Internationalität und Betreuungsverhältnis.
Warum das wichtig istRankings helfen bei der Orientierung, aber sie spiegeln nur bestimmte Metriken. Eine Uni, die im QS-Ranking vorne liegt, kann in der Lehre schwächeln – und umgekehrt.
Laut Studydrive Hochschulranking 2025 (Studydrive – Hochschulranking 2025) belegen die öffentlichen Universitäten folgende Plätze:
| Rang | Universität | Standort |
|---|---|---|
| 1 | Universität Wien | Wien |
| 2 | Technische Universität Wien | Wien |
| 3 | Universität Innsbruck | Innsbruck |
| 4 | Technische Universität Graz | Graz |
| 5 | Universität Graz | Graz |
Das uniRank 2023 zeigt ein ähnliches Bild: Platz 1 Universität Wien, Platz 2 TU Wien, Platz 3 Universität Innsbruck. Die SCImago-Rangliste 2026 (SCImago – Higher Education Rankings 2026) bewertet zusätzlich Forschungseinflüsse.
Die Wirtschaftsuniversität Wien führt bei wirtschaftswissenschaftlichen Fächern, die Medizinische Universität Wien bei medizinischen Studiengängen.
Beliebteste Universität bei Studierenden
Gemessen an den Studierendenzahlen ist die Universität Wien mit rund 89.000 Studierenden die größte und beliebteste Universität Österreichs. Platz 2 belegt die Universität Graz, Platz 3 die Universität Innsbruck. Die TU Wien folgt auf Platz 4. Die Beliebtheit variiert jedoch je nach Studiengang und Region – für Medizin ist die Medizinische Universität Wien erste Wahl, für Kunst die Universität für angewandte Kunst.
Der Trend zeigt: Studierende wählen nicht nur nach Ranking, sondern nach Fachschwerpunkt und Stadt.
Welche sind die staatlichen Universitäten in Österreich?
Liste der 22 staatlichen Universitäten
Staatliche Universitäten werden nach dem Universitätsgesetz 2002 geführt und bieten ein breites Fächerspektrum ohne Studiengebühren für EU-Bürger. Dazu zählen unter anderem:
- Universität Wien (Wien)
- Technische Universität Wien (Wien)
- Universität Graz (Graz)
- Technische Universität Graz (Graz)
- Universität Innsbruck (Innsbruck)
- Universität Salzburg (Salzburg)
- Johannes Kepler Universität Linz (Linz)
- Montanuniversität Leoben (Leoben)
- Wirtschaftsuniversität Wien (Wien)
- Medizinische Universität Wien (Wien)
- Medizinische Universität Graz (Graz)
- Medizinische Universität Innsbruck (Innsbruck)
- Universität für Bodenkultur Wien (Wien)
- Veterinärmedizinische Universität Wien (Wien)
- Universität für angewandte Kunst Wien (Wien)
- Universität Mozarteum Salzburg (Salzburg)
- Akademie der bildenden Künste Wien (Wien)
- Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Wien)
- Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (Graz)
Eine vollständige Liste veröffentlicht das Bundesministerium auf seiner Webseite.
Private Universitäten im Vergleich
Private Universitäten müssen akkreditiert sein und erheben Studiengebühren. Das Bundesministerium führt eine aktuelle Übersicht. Darunter finden sich spezialisierte Anbieter wie die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (Medizin), die Central European University (Sozialwissenschaften) und die Anton Bruckner Privatuniversität (Musik). Für Studierende, die Wert auf kleine Gruppen und starke Betreuung legen, können private Einrichtungen die bessere Wahl sein.
Der Haken: Studiengebühren liegen meist zwischen 1.000 und 10.000 Euro pro Semester. Das schränkt die Auswahl für finanzschwächere Studierende ein.
Welche sind die Top 10 Universitäten in Österreich?
Top 10 laut Study.eu 2026
Das internationale Ranking-Plattform Study.eu veröffentlicht regelmäßig Ranglisten. Für 2026 ergibt sich folgende Top 10 basierend auf Reputation, Forschung, Lehre und Internationalität:
- 1. Universität Wien
- 2. Technische Universität Wien
- 3. Universität Innsbruck
- 4. Universität Graz
- 5. Technische Universität Graz
- 6. Wirtschaftsuniversität Wien
- 7. Medizinische Universität Wien
- 8. Johannes Kepler Universität Linz
- 9. Universität Salzburg
- 10. Montanuniversität Leoben
Die Rangliste zeigt eine starke Dominanz der großen staatlichen Universitäten. Private Anbieter schaffen es kaum in die Spitzengruppe – mangels Größe und Forschungsumfang.
Kriterien für die Bewertung
Die unterschiedlichen Rankings (QS, THE, Study.eu, SCImago) bewerten nach verschiedenen Kriterien. QS legt Wert auf akademische Reputation (40%), THE auf Forschung und Zitationen (60%). Study.eu gewichtet Internationalität und Lehre etwa gleich. SCImago bewertet Forschungseinflüsse und Output. Studierende, die ein Ranking ernst nehmen, sollten auf die Methodik achten – nicht auf den Gesamtrang.
Welches ist das schwerste Studium in Österreich?
Studiengänge mit hohen Durchfallquoten
Das Medizinstudium gilt als eines der schwersten Studien in Österreich. Der Aufnahmetest (MedAT) ist anspruchsvoll, die Durchfallquote in den ersten Semestern liegt bei rund 30%. Auch technische Studiengänge wie Maschinenbau und Elektrotechnik sind anspruchsvoll, insbesondere an der TU Wien und der TU Graz. Jura und Zahnmedizin gehören ebenfalls zu den Studiengängen mit überdurchschnittlichen Durchfallquoten.
Hohe Durchfallquoten bedeuten nicht automatisch schlechte Lehre. Sie sind oft Folge strenger Prüfungen, die die Qualität des Abschlusses sichern sollen.
Anforderungen in Medizin, Jura und Ingenieurwissenschaften
Für Medizin sind nicht nur hohe intellektuelle Anforderungen nötig, sondern auch Stressresistenz. Jura erfordert umfangreiche Textarbeit und Auswendiglernen. Ingenieurwissenschaften verlangen mathematisches Verständnis und praktische Problemlösung. Die Durchfallquoten variieren je nach Universität und Studiengang – so liegen die Quoten in Maschinenbau an der TU Wien bei rund 40% im ersten Studienjahr. Studierende sollten sich vor Aufnahme über die spezifischen Anforderungen informieren.
Die Implikation: Schweres Studium bedeutet nicht, dass man nicht durchkommt, aber es braucht eine realistische Erwartung und gute Vorbereitung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Universität hat die meisten Studierenden?
Die Universität Wien ist mit rund 89.000 Studierenden die größte Universität Österreichs. Es folgen die Universität Graz und die Universität Innsbruck.
Gibt es in Österreich private Universitäten?
Ja, Österreich hat 17 private Universitäten und 2 Privathochschulen. Sie sind nach dem Privatuniversitätengesetz akkreditiert und erheben Studiengebühren.
Wie viele Medizinische Universitäten gibt es in Österreich?
Es gibt drei Medizinische Universitäten: Wien, Graz und Innsbruck. Alle drei haben Zulassungsbeschränkungen über den MedAT-Test.
Kann man an österreichischen Universitäten kostenlos studieren?
EU-Bürger zahlen an staatlichen Universitäten keine Studiengebühren, nur den ÖH-Beitrag von rund 20 Euro pro Semester. Für Nicht-EU-Bürger können Gebühren anfallen.
Welche Universität ist am besten für Psychologie?
Die Universität Wien und die Universität Graz haben starke Psychologiestudiengänge. Beide bieten einen Bachelor- und Masterabschluss in Psychologie an.
Welche Universität bietet die meisten Studiengänge an?
Die Universität Wien hat mit über 180 Studiengängen das breiteste Angebot. Die TU Wien deckt Ingenieur- und Naturwissenschaften ab, die Wirtschaftsuniversität Wien die Wirtschaftswissenschaften.
Wie bewerbe ich mich an einer österreichischen Universität?
Die Bewerbung läuft meist online über das jeweilige Zulassungsverfahren. Für viele Studiengänge sind die Fristen im Mai/Juni. Medizin und Psychologie haben Auswahlverfahren (MedAT, Aufnahmetest).
Die Universität Wien bleibt für die meisten Studierenden die erste Wahl, aber je nach Fach und persönlichen Präferenzen bieten auch kleinere Universitäten und private Einrichtungen starke Alternativen.